20161118

How to make EncFS compatible to Boxcryptor Classic

Download a Boxcryptor Classic kompatible EncFS encryption-XML-file:
.encfs6.xml

Password = "pass"
IMPORTANT:
Change the Password before you store files in your encrypted drive!


content of the ".encfs6.xml" file:

20151014

Pixelgröße berechnen

Zur Berechnung der Pixelgröße benötigt man drei Werte eines Displays:
a = Breite in Pixel
b = Höhe in Pixel
dDiagonale in Zoll * 2.54 (Punkt statt Komma) = Diagonale in Zentimeter

c = Diagonale in Pixel
Berechnung mit Hilfe des pythagoräischen Lehrsatzes:
c = sqrt ( pow ( a, 2 ) + pow ( b , 2 ) )
Erklärung: sqrt = Quadratwurzel (engl. square root), pow = Potenz (engl. power.) 

m = Pixeldichte in Pixel pro Zentimeter (m für metrisch)
Berechnung:
Division der Diagonale c in Pixel durch die Diagonale d in Zentimeter.
m = c / d

m / 10 = Pixeldichte in Pixel pro Millimeter

p = Pixelgröße in Millimeter
Berechnung:
p = 1 / ( m / 10)

Erstellt habe ich diesen Code für den Online-Rechner JavaCalc.

Als Beispiel verwende ich das HTC One M9:

a=1920
b=1080
d=5.0*2.54

c=sqrt(pow(a,2)+pow(b,2))
m=c/d
p=1/(m/10)



Ein Pixel des Displays ist rund 0,057651 Millimeter groß.

20151007

Pixeldichte berechnen

Die Pixeldichte gibt Auskunft, wie detailgenau ein Bildschirm ist.

Je höher die Pixeldichte ist, umso mehr Details sind sichtbar.
Je niedriger die Pixeldichte ist, desto weniger Details sind sichtbar.

Zur Berechnung der Pixeldichte benötigt man drei Werte eines Displays:
a = Breite in Pixel
b = Höhe in Pixel
d = Diagonale in Zoll (Punkt statt Komma)

c = Diagonale in Pixel
Berechnung mit Hilfe des pythagoräischen Lehrsatzes:
c = sqrt ( pow ( a, 2 ) + pow ( b , 2 ) )
Erklärung: sqrt = Quadratwurzel (engl. square root), pow = Potenz (engl. power.) 

i = Pixeldichte in Pixel pro Zoll
Berechnung:
Division der Diagonale c in Pixel durch die Diagonale d in Zoll.
i = c / d

m = Pixeldichte in Pixel pro Zentimeter (m für metrisch)
Umrechnung:
1 Zoll = 2,54 Zentimeter (Punkt statt Komma → 2.54)
m = i / 2.54

Erstellt habe ich diesen Code für den Online-Rechner JavaCalc.

Als Beispiel verwende ich das HTC One M9:

a=1920
b=1080
d=5.0

c=sqrt(pow(a,2)+pow(b,2))
i=c/d
m=i/2.54


Das Display hat eine Pixeldichte von rund 173,46 Pixeln pro Zentimeter.  

a=1920
b=1080
d=5.0

c=sqrt(pow(a,2)+pow(b,2))
i=c/d


Das Display hat eine Pixeldichte von rund 440,58 Pixeln pro Zoll.

20150102

Sat-Receiver Radioaufnahen zu MP2 Audio

Ich nehme aus Qualitätsgründen regelmäßig Radio Sendungen mit meinem Sat-Receiver auf, der mir die Sendung dann als TS-Stream liefert. Aus diesen Transport Stream Dateien möchte ich MP2-Audiodateien extrahieren. Das schaffet man mit der OpenSource Software Project X. Ich verwende die Version 0.91.0 des in Java geschriebenen Tools. (Java Runtime Environment wird benötigt.) Der Prozess des verlustfreien extrahierens der einzelnen Datenströme nennt sich demultiplexen - kurz demuxen.

Wie demuxe ich VIELE TS-Dateien mit Project X?

1.) Project X ausführen.

2.) Schnellwahl-Fenster öffnen:


3.) Aus jeder gewählten Datei eine neue "Kollektion" erstellen:


4.) Schnellwahl-Fenster schließen.

5.) Prozess [anpassen..] wählen.


6.) Im Prozessfenster: Bearbeiten / alle Kollektionen nacheinander bearbeiten - wählen.


7.) Unter Aktion demultiplex aktivieren und danach den Prozess starten:


8.) Im Quellverzeichnis sollte man jetzt die demuxten MP2-Audiodateien haben:
      • Format: MPEG Audio
      • Version: Version 1
      • Profil: Layer 2

20140104

Die Eisenerzer Sage vom Wassermann im schwarzen Loch


zur Wassermannhöhle


Wenn man vom heutigen Markte Eisenerz den Erzbach durch das Münnichtal hinaus verfolgt, so verenget sich da, wo der Bach des Leopoldsteinersees herabrauscht, das Tal zwischen den himmelhohen, kantigen Felswänden zu einer engen Schlucht.


Felswände neben Quelle
Quelle mit Felswand vor Ort


Rechts, hart neben der Straße am Fuße der nördlichen Steinwand, erblickt man eine grottenartige Vertiefung und in derselben manchmal das Spiel schwarzer Fische in dem dunklen Wasser am Boden der Grotte.

Das schwarze Loch
Hier soll der Sage nach der Wassermann aufgetaucht sein.


Einst, tausend Jahre vor Christo, zu König Davids Zeiten soll es gewesen sein, bemerkten die Bergbewohner öfters eine seltsame Menschengestalt aus jenen Höhlenfluten auftauchen und an der Sonne sich gütlich tun. Sie beschlossen, dieses Geschöpf, das sie für einen Wassermann hielten, zu fangen. In der Voraussicht, daß sie dessen schlüpfrigen Fischleib mit den Händen nicht würden festhalten können, ersannen sie eine List, die ihnen auch gelang. Die Leute bekamen den durch Speise und Trank betäubten und in ein innen mit Pechbeschmiertes Kleid verwickelten Wassermann wirklich in ihre Gewalt. Voll Freude über ihren Fang, führten sie ihn nun taleinwärts. Schon waren sie an die Stelle gekommen, von welcher man zum erstenmal den Erzberg erblickt und wo nun nicht weit vom Schlosse Leopoldstein ein gemauertes Wegkreuz steht. Aber hier wollte der Wassermann nicht weiter; er sträubte sich mit Macht gegen seine Führer, jammerte und bot hohe Geschenke für seine Loslassung an. "Laß hören", sprachen die Bergbewohner, "was Du uns bieten kannst!"


Erzberg Prozession
Das Gemälde zeigt eine Prozession zum Erzberg.


Darauf erwiderte der Wassermann: "Wählet einen goldenen Fuß, ein silbernes Herz oder einen eisernen Hut! Gold aber währt nur kurze Zeit, Silber nicht lange, Eisen jedoch soll ewig dauern! Wählet nun!" "Den eisernen Hut, ja, den wollen wir, den zeig' uns an!" riefen die Bergbewohner. "Sehet, dort steht er, dort ist jener Berg, der Euch Eisenmetall für eine Ewigkeit geben wird!" sagte der Wassermann und wies hin auf den nicht fernen Erzberg.


Sage vom Wassermann
"Die Auffindung des Steirischen Erzbergs"


Seine Andeutung wurde als Wahrheit erprobt, worauf er nach seinem Verlangen wieder zur Grotte zurückgebracht und in die dunkle Flut hinabgesenkt wurde. Da bebten die Felsenberge rings umher; aus der Tiefe des Wassers quoll Blut herauf und mit Hohngelächter rief eine Stimme, daß man um das Beste erst noch nicht gefragt habe, um die Bedeutung des Kreuzes in den Nüssen und um den Karfunkelstein! Nach der Volksvorstellung nämlich hätte der hellstrahlende Karfunkel den Bergleuten in den dunklen Schächten für ewige Zeiten ein natürliches und nicht kostspieliges Grubenlicht gegeben. Was der Wassermann mit dem Kreuze in den Nüssen habe andeuten wollen, weiß man mit Bestimmtheit nicht zu enträtseln; man glaubt, er hätte damit Aufschlüsse über den Gebrauch und den Nutzen des Kompasses für den Bergbau geben wollen. Nie nachher hatte man diesen Wassermann wiedergesehen, weder in jener Grotte, noch im Leopoldsteinersee.


Sagen aus der grünen Mark, Hans von der Sann, Graz 1911

20130722

Rezept: "Schwarze Salbe"

Die "Schwarze Salbe" verursacht eine Verkrustung und schließlich Ablösung des Tumorgewebes, die mit starken Schmerzen verbunden ist und sollte daher therapeuthisch bzw. ärztlich begleiet werden, da Schmerzmittel nötig sein könnten.

Schwarzen Salbe gegen Brust- und Hautkrebs:

Zutaten:
* 50 g Kanadischer Blutwurz (Sanguinaria
Canadensis)
* 50 g Thai-Ingwer (Alpinia galanga officinarum)
* 50 g Graviola, auch als Guanábana bezeichnet (Anona muricata L.)
* 50 g Chaparral (Larrea divaricata)
* 250 g Zinkchlorid
* 25 ml Dimethylsutfoxid (DMSO), dient als Träger, bringt die Wirkstoffe tiefer in die Haut und muss pharmazeutische Qualität haben.
* 25 ml Glycerin hält die Salbe geschmeidig.
* 500 ml destilliertes Wasser

Beziehen können Sie die Zutaten bei Apotheken.

Zubereitung:
1.) Mischen Sie die Kräuter in einem Topf.
2.) Erhitzen Sie 500 Wasser und fügen Sie, sobald das Wasser warm wird, 250 Zinkchlorid hinzu.
3.) Rühren Sie das Wasser, bis das Zinkchlorid  völlig aufgelöst ist und bringen Sie das  Wasser mit dem Zinkchlorid zum  Siedepunkt.
4.)Sobald das Wasser kocht, setzen Sie die Temperatur herunter und rühren nun die Kräutermasse in das Wasser ein.
5.) Vorsicht, dass die Masse nun nicht anbrennt.
6.) Rühren Sie solange, bis eine geschmeidige Masse entsteht.
7.) Wenn die Masse zu trocken ist, können Sie etwas kochendes Wasser hinzugeben.
8.) Sind Sie mit der Konsistenz zufrieden, rühren Sie 25ml DMSO und 25ml Glycerin unter die Masse.
9.) Lassen Sie nun alles 24 Stunden im Topf ausreifen und füllen Sie die Salbe in kleines Töpfchen ab.

Wichtig:
Verwenden Sie keine Gegenstände aus Metall.
Nehmen Sie Holzlöffel und einen Emaillen-Kessel mit mindestens 5 Liter Volumen.

Quelle:
1.) Rezept: Raum & Zeit, Nr. 184 / 2013, S. 21

Literatur:
1.) Adrian Jones: "Schwarze Salbe - Heilung von Brust- und Hautkrebs im 21. Jahrhundert", Jim Humble Verlag 2011, ISBN: 978-9088790218
2.) Ingrid Naiman: "Krebs behadeln mit pflanzlichen Salben. Bewährte phytotherapeutische Verfahren wiederentdeckt", VAK Verlag Kirchzarten 2002, ISBN: 978-3935767101

20120808

Blickwinkel eines Objektivs

Den "Blickwinkel" einer Kamera bestimmen Aufnahmeformat und Brennweite.

Im Zeitalter der Analogfotografie waren hauptsächlich Kleinbildkameras in Verwendung. Durch die weite Verbreitung dieses Aufnahmeformats (36 x 24 mm) konnte man den Blickwinkel anhand der Brennweite eines Objektivs recht einfach einschätzen.

Weil Sensoren heute unterschiedlich große Aufnahmeformate sind, lässt sich nur mit der Brennweite nicht mehr wie gewohnt auf den Blickwinkel schließen. Somit hat es Sinn als Vergleichswert den Blickwinkel zu berechnen.

Um den Blickwinkel zu berechnen, benötigt man die Abmessungen des Aufnahmeformats. Bei Digitalkameras sollte man die Sensorgröße bei den technischen Daten der Kamera finden.

Eine Berechnung, die von den alten Typenbezeichnungen in Zoll ausgehend die Sensordiagonale berechnet, ist nur ungenau möglich und sollte deshalb vermieden werden.

Um genaue Ergebnisse zu erhalten, rechnet man direkt mit den Sensorabmessungen in mm. Im Web findet man einige Listen mit gängigen Sensorgrößen.

In diesem Beispiel berechnet man den Blickwinkel einer Kleinbildkamera mit 50mm Brennweite:

a = 36
b = 24
f = 50
d = sqrt (a * a + b * b)
W = 2 * atan (d / 2 / f) * 180 / pi


a = Länge des Aufnahmeformats (Sensorlänge) in mm
b = Breite de Aufnahmeformats (Sensorbreite) in mm
f = Brennweite des Objektivs in mm
d = Diagonale des Aufnahmeformats (Sensordiagonale) in mm
W = Winkel bzw. Blickwinkel in Grad

Der Blickwinkel beträgt rund 46,8 Grad.

Die Berechnung kann man online im Rechner von anet.at durchführen:

Ist Sensorlänge a, Sensorbreite b und Brennweite f bekannt, einfach die fünf Zeilen von oben in den Rechner kopieren und die Variablen a, b und f durch eigene Angaben (in mm) ersetzen.

Ist die Sensordiagonale d und Brennweite f bekannt, kopiert man die letzten drei Zeilen von oben in den Rechner und ersetzt die Variablen f und d durch eigene Angaben (in mm).

Als Ergebnis bekommt man nun den Blickwinkel einer Kamera durch ein bestimmtes Objektiv geliefert.

Am Taschenrechner rechnet man meißt im DEG-Modus, wo *180/pi nicht benötigt wird! Anders ist das im RAD-Modus, wo zusätzlich *180/pi notwendig ist.

Manchmal ist bei Digitalkameras auch der Verlängerungsfaktor V angegeben. Dabei handelt es sich um das Größenverhältnis der Kleinbilddiagonale dk zur Sensordiagonale ds:
V = dk / ds

Mit dem Verlängerungsfaktor ist es möglich von der Brennweite einer beliebigen Digitalkamera Bd auf die kleinbildadequate Brennweite Bk zu schließen:
Bk = Bd * V

Allerdings erscheint es mir sinnvoller sich am Blickwinkel zu orientieren, als am analogen Kleinbildformat, das heute nur noch kaum in Verwendung ist.

Sturzfaktor



Seiltypen

Gemäß dem Zweck unterscheiden wir zwischen dynamischen Seilen, die für Kletterer bestimmt sind, und Seilen mit niedriger Dehnfähigkeit (statische Seile), die zur Sicherung bei Höhenarbeiten, zu Rettungszwecken und für Speläologie bestimmt sind. Produkte, die den gleichen Aufbau, jedoch einen kleinen Durchmesser (unter 8 mm) haben, werden als Schnüre oder Reepschnüre bezeichnet.


DER UNTERSCHIED ZWISCHEN EINEM STATISCHEN SEIL, EINEM KLETTERSEIL UND EINER REEPSCHNUR

Seile mit niedriger Dehnfähigkeit (EN 1891) werden allgemein als statische Seile bezeichnet. Sie sind für die Personensicherung bei Höhenarbeiten, für Seilzugänge, für Personenrettung, für Speläologie und andere ähnliche Tätigkeiten geeignet. Bei diesen Tätigkeiten ist es wichtig, dass das Seil eine minimale Dehnfähigkeit und maximale Festigkeit aufweist. Kletterseile - dynamische Seile (nach EN 892) - sind zum Auffangen von Stürzen der Kletterer bestimmt und deshalb ist für diese eine bestimmte Dehnfähigkeit wichtig, die mit dem resultierenden Fangstoß verknüpft ist - der Fangstoß wird in den Köper des Kletterers sowie in das den Sturz auffangende System übertragen. Bei der Verwendung von statischen Seilen zum Auffangen von Stürzen entstehen bedeutend höhere Fangstöße.


Schnüre dienen nicht der Sicherung von Kletterern gegen Sturz, sondern nur zu Hilfszwecken (z.B. für Prusikschlingen), da sie mit ihrem Durchmesser, ihrer Tragkraft sowie in der Fähigkeit, die Sturzenergie zu dämmen, die allgemeinen Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen.

Was ist der Sturzfaktor?
Der Sturzfaktor (nachstehend als f gekennzeichnet) beeinflusst stark die Lebensdauer des Seils und definiert sich wie folgt:


Der Sturzfaktor kann standardmäßig zwischen f = 0 bis f = 2 liegen, ein höherer Wert kann bei der Bewegung einer in einen festen Ankerpunkt auf dem Seil fixierte Person nicht eintreten. Nur beim Besteigen sog. Via Ferrata - gesicherter Klettersteige kann eine Situation eintreten, in der der Sturzfaktor einen höheren Wert als zwei haben kann, und zwar wenn sie mit einer kurzen Seilschlinge am Sicherungsseil (z.B. Stahlseil) gesichert sind. In einer Situation, wenn der Abstand zwischen den Ankerpunkten des Seils 5 m beträgt und die Seilschlinge 1 m lang ist, kann der Wert des Sturzfaktors bis zu f = 7 erreichen! Der Fangstoß steigt auf eine unzumutbare Grenze und die Schlinge kann reißen oder der Bergsteiger schwer verletzt werden. Auf Klettersteigen wird also ein spezielles Set mit einem eingebauten Falldämpfer verwendet, der den Fangstoß dämmt. Bei den von uns gelieferten Via Ferrata - Sets erreicht der Fangstoß max. 5 kN.

Grafische Darstellung der Sturzfaktoren:


Fangstoss

Der Fangstoß hängt insbesondere von dem Seilaufbau, dem Sturzfaktor, dem Gewicht des Kletterers sowie von der Art und Weise, wie gesichert wird, ab. In der Realität steigt der Fangstoß mit der Zahl der aufgefangenen Stürze, aber auch mit dem Seilalter. Die Werte des Fangstoßes, die auf die letzte Zwischensicherung wirken, können dank der Summe der Kräfte (Zug vom Stürzenden und Zug vom Sichernden) fast doppelt sein. Damit muss jeder Kletterer beim Anlegen der Zwischensicherungen rechnen.
Aus dem gesagten ergibt sich die Bemühung, den Fangstoß, der beim Sturz den Kletterer und das Sicherungssystem belastet, beim praktischen Klettern maximal zu reduzieren.




Wie kann der Fangstoß reduziert werden:
•    die erste Zwischensicherung so früh wie möglich anbringen und damit den Sturzfaktor reduzieren,
•    den Sturzfaktor während der gesamten Besteigung niedrig halten - Zwischensicherungen in kleinen Abständen,
•    das Seil durch die Sicherungspunkte locker führen (mit minimaler Reibung), sodass es beim Auffangen des Sturzes in der gesamten Länge wirken kann,
•    Falldämpfer an den Zwischensicherungen verwenden - insbesondere beim Eisklettern und bei der Ausnutzung von natürlichen Sicherheitspunkten,
•    eine dynamische Vorgehensweise bei Auffangen von Stürzen verwenden, wozu Übung und Erfahrung notwendig sind.

ACHTUNG! Den Stutz eines Kletterers können nur dynamische Kletterseile auffangen, die in der Lage sind, die Fallenergie zu absorbieren. Nie statische Seile, starke Reepschnüre oder Bandschlingen verwenden! Auch ein kurzer Sturz in eine statische Schlinge stellt eine enorme Belastung des Kletterers sowie des Sicherungssystems dar und kann zur Zerstörung des Ankerpunktes führen. Vorsicht also bei der Bewegung auf dem Stand, falls wir an den Ankerpunkt mit einem statischen Gurt gesichert sind (sog. Sitzschlinge).

20110512

Sinn und Unsinn der Halbbilder


Die zeitliche Auflösung des menschlichen Auges liegt bei etwa 60fps.
(Wolf D. Keidel: Kurzgefasstes Lehrbuch der Physiologie)

Dem kommt die Blu-ray Disc-Specifikation sehr entgegen, indem bis zu 60fps möglich sind.
"The Blu-ray Disc video specification allows encoding of 1080p24, 1080i50 and 1080i60."
Diese Spezifikationen sollte bei der Videoproduktion immer im Auge behalten werden!
"For live broadcast applications, a high-definition progressive scan format operating at 1080p at 50 or 60 frames per second is currently being evaluated as a future standard for moving picture acquisition.[3][4] EBU has been endorsing 1080p50 as a future-proof production format because it improves resolution and requires no deinterlacing[...]." 
"DigitalEurope [...] maintains the HD ready 1080p logo program that requires the certified TV sets to support 1080p24, 1080p50, and 1080p60"
http://en.wikipedia.org/wiki/1080p



 
Falls Kameraseitig nur 1080i50 möglich sein sollte also lieber 720p50 wählen.
_i_ bedeutet die halbe vertikale Auflösung von 1080 und das wären 540pixel.

Frame-Vergleich:
1080x1920 = 2073600px = 1080p (FullHD)
540x1920 = 1036800px = 1080i
720x1280 = 921600px = 720p (HDReady)
Wie man sieht ist 1080p etwa doppelt so groß wie 1080i /  720p.
Sowohl durch Skalierung eines Halbbild-Videos, als auch durch DeInterlacing-Berechnungen
(die bei modernen Displays notwendig sind) entstehen Bild/Pixel-Fehler in Form von Interpolations-Unschärfe.
Diese entstandenen Fehler heben den geringen Größenvorteil von 1080i zu 720p optisch auf.

Native Halbbilddarstellung (Halbbild 1: alle geraden Zeilen werden erneuert, Halbbild 2: alle ungeraden Zeilen werden erneuert) wird von der Hardware der LCD- und Plasma-Displays nicht unterstützt. Träge Umschaltzeiten verhindern das zur Zeit.

In der analogen Fernsehtechnik der 1920er Jahre hatte ein Fernsehsender nur geringe Bandbreite zur Verfügung.
Limitiert durch die Bandbreite waren etwa 25 Vollbilder pro Sekunde möglich.
Das menschliche Auge kann jedoch ungefähr 60 Bildern pro Sekunde verarbeiten.
Um ein Video flüssiger erscheinen zu lassen, müssten die möglichen 25 Bilder pro Sekunde verdoppelt werden.
Das erreichte man durch halbierung der vertikalen Auflösung - die Halbbilder waren erfunden.
Halbbilder sind eine Kompressionsmethode der analogen Fernsehtechnik der 1920er Jahre
und wurde speziell für die Kathodenstrahlröhre entwickelt.
So entstand von 480i50 und 576i50.

Die Halbbildtechnik stammt aus der Zeit dieser Röhrenschirme.
Vorteile dieser Technik sind am Röhrenschirm:
> besseres Fließen eines Films bei i50 als bei p25
> mehr Bilder pro Sekunde
Nachteile dieser Technik sind am Röhrenschirm:
> Zeilenflimmern bei Kante zwischen zwei Zeilen
> Homogene Flächen erscheinen streifig
> Standbild von einem Halbbild mit halber Auflösung
> Standbild von zwei Halbbildern mit horizontalem Versatz (Kammkonstruktion)
> Skalieren ist sehr problematisch (beispielsweise von 480i nach 576i oder umgekehrt)

LCD- und Plasma-Displays vervollständigen Halbbilder zu ganzen Bildern.
Weil dabei 50% des Bildinhalts dazuerfunden werden muss, ist das zwingend mit Bildfehlern verbunden.
Außerdem ist die Sinnhaftigkeit von nativer Halbbilddarstellung bei LCD und Plasma zu hinterfragen, wenn p50 und p60 von LCD- und Plasma-Displays dargestellt werden können.
Moderne Displays können sogar Bilder zwischen einzelne Vollbilder berechnen um fließende Bewegungen zu simulieren (zB bei p24).

Die EBU empfiehlt "ihren Mitgliedern derzeit 720p50 und als eine zukünftige Option 1080p50/60 in der Produktions- und Sendeseite [...], vor allem da dies den verbreiteten Anzeigegeräten entgegenkommt"
"ORF 2 HD wird im Vollbildformat 720p50 übertragen, das hinsichtlich senderseitiger Encodierung sowie Bildaufbereitung in handelsüblichen Flachbild TV-Geräten Vorteile gegenüber dem Halbbildformat 1080i50 aufweist."

Die Verwendung von 720p50 und später 1080p50/1080p60 bietet demnach Vorteil:
Für moderne Displays sind keine Umrechnungen des Bildmaterials notwendig, welche zu Interpolationsstörungen am Bild führt.

Wesentlich für die Wahl der Frequenz der Bilder ist übrigens auch die Geschwindigkeit des Shutters:
Shutter-Speed >= 1/24sec dann hat p24 Sinn (eine höhere Abtastrate hingegen nicht)
Shutter-Speed >= 1/50sec dann hat p50 Sinn
Shutter-Speed >= 1/60sec dann hat p60 Sinn

Fazit: Halbbilder sollte man also nur noch für Röhrenschirme einsetzen - sonst nicht.

20101003

Paklenica 2010

Dieses Jahr war Steve Puchmann und Alexander Rohrer und ich, Chris Abl, wieder einmal in Paklenica klettern. Das erste Mal war heuer David Ferbas mit dabei.

Zu Beginn der Reise ging es mir gesundheitlich nicht gut. Folglich wurde die lange Anreise mit dem Auto für mich zur Tortur. Nicht einmal das Abendessen - es gab herrliche Steaks - konnte mich davon abhalten nach der Ankunft in unserem Appartment "KIKA" direkt ins Bett zu fallen.

Den ersten Tag in Kroatien gingen wir alle etwas ruhiger an.

Hier ein Blick Richtung Westen durch die "Klanci" - eines der bekanntesten Klettergebiete in Mitteleuropa. Man befindet sich am Rand des Nationalparks von Paklenica:


Steve beim Nachchalken:


Der Fels ist in leichten Routen bis zum 5c+ wirklich schon so abgeklettert, dass die Griffe und Tritte schon sehr speckig sind. In schwierigeren Routen besteht dieses Problem glücklicherweise noch nicht. Der Fels ist nicht brüchig und hinterlässt allgemein einen schönen Eindruck.



Abends im Appartment studieren Steve und ich die Topos, um uns passende Routen für den kommenden Tag herauszusuchen:


Durch weitere Hakenabstände, die enorme Höhe von 45m und Kletterei in der Schwierigkeit 6b ist die Route "Hare Rama" anhaltend fordernd.


Der Einstieg der Route liegt an der Spitze des angelehnten Felsens in etwa 10-15m Höhe. Dorthin gelangt man entweder gesichert über die Vorderseite, oder in free-solo-Manier zwischen Fels und Felswand hinauf. Da die vorderen Routen von einer Gruppe andauernd belegt waren, kletterte Alex hinter dem Felsen zum Einstieg hinauf.
Interessanterweise ist es für diese Route empfehlenswert, keine vorgespannten Kletterschuhe zu verwenden, da man sehr oft auf Reibung steht. Vorgespannte Schuhe werden hier auf die Dauer der Route schmerzhaft.


Hier klettere ich gerade die wunderbare Route namens "Hidrogliser" (Fr 6a, 30m) am Mali Cuk:



Gleiche Route, schöne Stelle - ich:


Gleiche Route, ein paar Meter weiter - Alex:


Abschließend noch ein paar Kostenangaben:

Fahrt (Treibstoff, SLO-Vignette und Maut hin und retour): ~120€
Appartment: 4 Nächte, 4 Personen: 164€
Restaurants: ~30€/Person
Nahrung aus Österreich: ~80€ für alle
Nahrung in Kroatien: ~20€ für alle
Nationalpark: ~10€/Person

Meine Gesamtkosten beliefen sich auf 120€ - mit 150€ kommt man also gut aus.